OVH)eureka Thema: Hilfspaket für Griechenland Von Angelika Hauke
Vechta (ots) - Bald wird es schwierig werden, den Leuten zu erklären, warum ihr Geld immer wieder nach Griechenland gepumpt wird. Vor allem, wenn trotz des Eurosegens in Athens Straßen deutsche Flaggen verbrannt und ausländische Minister, die mit dem Scheckheft in der Hand anreisen, beschimpft werden.
Was uns ebenfalls ins Grübeln bringt: Offensichtlich ist trotz der Wirtschaftskrisen rund um Deutschland immer noch viel Geld auf dem Markt. Und verfügbar. Erstaunlich viel Geld. Denn auch für Bürgschaften ist eigentlich ein Rest von Eigenkapital erforderlich.
Es wird langsam Zeit, dass sich in Griechenland etwas bewegt. Und zwar entscheidend. Es reicht nicht, "(H)eureka" zu rufen, nur weil dem Land über 50 Prozent der horrenden Schulden einfach erlassen werden. Der bittere Rest lässt keinen Raum für ausgelassene Fröhlichkeit. Die Menschen in den Ländern, die dieses Loch stopfen müssen, können darüber nicht lachen.
Den Griechen kann in diesem Dilemma nur ein Vorwurf nicht gemacht werden: Konkursverschleppung. Denn das Land ist schon pleite. Wenn schon sämtliche Gesetze des Marktes außer Kraft gesetzt werden, um Griechenland wieder auf die Beine zu stellen, sollten Politiker auch den letzten Schritt nicht scheuen: die gigantischen Privatvermögen kassieren.
Angesichts des Schuldengebirges vielleicht auch nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Aber es wäre ein deutliches Signal dafür, dass Steuerschulden eingetrieben werden. Von allen. Und Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist.
Orginal-Meldung: http://www.presseportal.de/pm/100185/2202693/ov-h-eureka-thema-hilfspaket-fuer-griechenland-von-angelika-hauke/api
(Redaktion)
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