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 22.02.2012  19:28 Uhr

Südwest PresseKommentar zu den SPRITPREISEN

Ulm (ots) - Dem Bundesfinanzminister kann man nur Recht geben: Es gibt keinen Grund zur Erhöhung der Pendlerpauschale. Nirgendwo steht geschrieben, dass Arbeitnehmer einen Anspruch auf weitestgehende Abwälzung der Kosten für die Fahrt zum Arbeitsplatz an den Fiskus haben. Daher täte der ADAC auch gut daran, sich derlei plumpen Populismus künftig zu verkneifen. Weniger, weil von vornherein feststand, dass dieser Vorstoß nicht den Hauch einer Erfolgschance besitzt. Schon eher aber, weil der absehbar abschlägige Bescheid von Wolfgang Schäuble an den Stammtischen leicht den Antipolitik- wie auch den Antiparteieneffekt bedienen kann aus Frust über vermeintlich schäbige Behandlung der kleinen Leute. Das schnelle Schielen auf die Staatskasse hätte sich überdies für die selbst ernannten Interessenwahrer der Autofahrer allein schon bei einem flüchtigen Blick auf den Kalender als unanständig erweisen dürfen: Rekordpreise für Sprit und Diesel zu Fasching, da müssten auch in München die Alarmglocken läuten. Mitte Februar zieht es die Skifahrer zu Hauf in die Berge. Logisch, dass sich die Mineralölkonzerne diese Gelegenheit zum Abkassierern so wenig entgehen lassen wie an Ostern oder Pfingsten, wenn es die Sonnenanbeter in den Süden zieht. Dieser Umstand lässt sich auch nicht mit dem Verweis auf die hohen Rohölnotierungen bemänteln. Denn die schlagen erst mit Zeitverzögerung auf die Spritpreise durch.


Orginal-Meldung: http://www.presseportal.de/pm/59110/2203358/suedwest-presse-kommentar-zu-den-spritpreisen/api


 

(Redaktion)

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