WAZNachwuchssorgen - Kommentar von Theo Schumacher
Essen (ots) - Es mutet an wie eine Blaulichtfahrt in eigener Sache. Wenn die Feuerwehr zunehmend Probleme hat, neue Leute zu finden, wenn ihr freiwilliges Personal jedes Jahr um die Größenordnung einer Landkreis-Feuerwache schrumpft, muss sie Alarm schlagen. Denn dann geht es nicht um das übliche Lamento über schlechte Bezahlung und mangelnde Beförderungschancen in der Berufsfeuerwehr. Sondern um die Frage, ob Brandschutz morgen noch funktioniert. Betroffen sind in erster Linie ländliche Gebiete, wo die Feuerwehr fast komplett Ehrensache ist. Lange Zeit funktionierte das System - wer früher freiwillig zur Feuerwehr ging, konnte sich damit etwa dem Dienst bei der ungeliebten Bundeswehr entziehen. Ein Anreiz, den es nicht mehr gibt. Aber auch wachsender Stress in allen Berufen und die Sorge um den Arbeitsplatz lassen weniger Zeit für den Freizeitjob auf dem Löschwagen. Ohne ihn geht es aber nicht. Arbeitgeber sollten deshalb tolerant sein und Nachsicht üben. Es ist eine Frage des Gemeinwohls. Ohnehin gebührt dem Ehrenamt, nicht nur bei der Feuerwehr, mehr Anerkennung. Der Fantasie der Kommunen sind dabei keine Grenzen gesetzt.
Orginal-Meldung: http://www.presseportal.de/pm/55903/2188978/waz-nachwuchssorgen-kommentar-von-theo-schumacher/api
(Redaktion)
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