Freie Presse (Chemnitz)Edathy gegen Anhörung der Opferangehörigen vor NSU-Ausschuss
Chemnitz (ots) - Berlin. Der Untersuchungsausschuss des Bundestags zur Aufklärung der rechtsterroristischen Mordserie will auf eine Anhörung der Hinterbliebenen der Opfer verzichten. Der Ausschussvorsitzende Sebastian Edathy (SPD) sagte der in Chemnitz erscheinenden "Freien Presse" (Donnerstagausgabe), er halte wenig davon, "Ausschusssitzungen zu Show-Veranstaltungen geraten zu lassen". Aus seiner Sicht sei es sinnvoller, Anwälte der Angehörigen sowie die Ombudsfrau der Hinterbliebenen, Barbara John, anzuhören. "Sollte aber im Kreis der Familien selber der Wunsch bestehen, mit dem Ausschuss ins Gespräch zu kommen, werden wir dem sicher nachkommen", sagte der SPD-Politiker.
Edathy fuhr fort, Teil des Untersuchungsauftrages sei es zu prüfen, "wie künftig Leid für die Angehörigen solcher Mordopfer abgewendet werden kann". Der Ausschuss wolle sich auch ein Bild davon verschaffen, welche Maßnahmen die Bundesregierung hierbei bereits ergriffen hat. Edathy betonte, er gehe davon aus, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in ihrer Rede bei der Gedenkveranstaltung für die Mordopfer auch die demokratische Selbstverpflichtung zum Ausdruck bringe, "dass sich derartiges Leid nicht wiederholt".
Zugleich äußerte Edathy Unverständnis über den NSU-Untersuchungsausschusses im Thüringer Landtag, der die Hauptverdächtige Beate Zschäpe vernehmen will. Frau Zschäpe hab Aussageverweigerungsrecht und mache hiervon im laufenden Ermittlungsverfahren Gebrauch. Dass sie als Angeklagte in einem demnächst zu eröffnenden Verfahren jetzt Aussagen vor einem Untersuchungsausschuss mache, sei schwer vorstellbar. Edathy betonte: "Einen Zeugen einzuladen, von dem ich weiß, dass er schweigen wird, hilft der Sache nicht." Er würde bei einer entsprechenden Diskussion im Bundestagsausschuss davon abraten, eine solche Zeugenladung zu beschließen.
Orginal-Meldung: http://www.presseportal.de/pm/46027/2203026/freie-presse-chemnitz-edathy-gegen-anhoerung-der-opferangehoerigen-vor-nsu-ausschuss/api
(Redaktion)
Tags:- Politik
- Innenpolitik
- Terrorismus
- Märkische Oderzeitung:
Berichtet in ihrer morgigen Ausgabe über den ablehnenden Gerichtsentscheid zur vorzeitigen Entlassung des Hintze-Entführers: - Märkische Oderzeitung:
Vorabmeldung - über den ablehnenden Gerichtsentscheid zur vorzeitigen Entlassung des Hintze-Entführers - BERLINER MORGENPOST:
Mit einem Bauernopfer ist es nicht getan - Leitartikel von Christine Richter - Neue Westfälische (Bielefeld):
Kommentar: Gerichtsbeschluss zum Burka-Verbot Schleierhaft SANDRA SPIEKER - Westfalenpost: Kommentar zu Steuern :
Bundesrat kippt Steuerentlastung / Noch einmal die letzte Zuckung / Von Winfried Dolderer
- Mitteldeutsche Zeitung:
Linkspartei Parteivize Bierbaum will Reformflügel in Parteispitze einbinden - Kölner Stadt-Anzeiger:
Norbert Blüm kritisiert Umgang mit Norbert Röttgen: "Das ist nicht gut für eine christlich-demokratische Partei". - Gipfel:
Neue OZ: Kommentar zu G8 - Schwäbische Zeitung:
Die Häutung der Piraten - Kommentar - Rheinische Post:
NRW-CDU braucht Ruhe Kommentar Von Detlev Hüwel
- Menschenrechte / USA:
Neue OZ: Kommentar zu China - Rheinische Post:
Spanien braucht Zeit - Afghanistans Präsident im ZDF-Interview:
Karzai erwägt, früher aus dem Amt zu scheiden - Lausitzer Rundschau:
Zeit für Sanktionen Der deutsche Fußball hat ein gravierendes Sicherheitsproblem - Wie weiter mit Natura 2000?:
Einladung zum NABU-Pressegespräch (21.5.) Zwanzig Jahre - 20 Prozent
- KfW nutzt günstiges Kapitalmarktumfeld für weitere Zinssenkungen in zahlreichen Programmen
- Preisniveau für Eigentumswohnungen sinkt im April stark
- ERS: AIRE GmbH und Co. KGaA
- Heidelberg zieht drupa-Fazit: Messe markiert positiven Auftakt ins Geschäftsjahr 2012/13 (BILD)
- KfW startet Förderprogramm "Kommunale Energieversorgung"
- Was ist für Kinder erlaubt?
- Über 90 Prozent der Vermögensverwalter wollen mehr Kunden zur V-BANK bringen